Kulturelle Intelligenz und Führung in multikulturellen Hochleistungsteams: Eine Analyse im Kontext der Formel 1
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Die vorliegende Arbeit untersucht, wie kulturelle Intelligenz und Führungsstile zur erfolgreichen Führung multikultureller Hochleistungsteams im Motorsport beitragen, mit besonderem Fokus auf die Formel 1 als globalisierte, von Zeitdruck und Präzision geprägte Organisationsform. Theoretisch stützt sich die Studie auf Konzepte des interkulturellen Managements, das Vier‑Faktoren‑Modell der Cultural Intelligence (metakognitiv, kognitiv, motivational, behavioral) sowie auf transformationale, transaktionale, adaptive und identitätsorientierte Führungsansätze. Methodisch wird eine qualitative Fallstudie durchgeführt, die auf halbstrukturierten Leitfadeninterviews mit drei Experten aus dem Formel‑1‑Umfeld basiert (ehemaliger Teammanager, Junior‑Ingenieur/Mechaniker, Test‑ bzw. Sim‑Racing‑Fahrer), wobei die Auswertung mittels thematischer Analyse und Unterstützung durch qualitative Analysesoftware erfolgt. Die Ergebnisse zeigen, dass kulturelle Intelligenz eine Schlüsselrolle für effektive Kommunikation, Vertrauen und Konfliktlösung in heterogenen Teams spielt und dass insbesondere situativ‑adaptive und identitätsorientierte Führung die Leistungsfähigkeit unter hohem Druck stärkt. Gleichzeitig wird deutlich, dass unzureichend gemanagte Vielfalt zu Missverständnissen, Spannungen und Koordinationsproblemen führen kann, während klare Strukturen, transparente Feedback‑Kulturen und eine bewusst gestaltete Teamidentität kohäsions‑ und leistungsfördernd wirken. Aus den Befunden werden praxisorientierte Empfehlungen für Führungskräfte in multikulturellen Hochleistungsteams abgeleitet, etwa zum Aufbau von CQ‑Kompetenzen, zur Gestaltung von Kommunikations‑ und Feedbackprozessen sowie zur Stärkung einer inklusiven Teamkultur in der Formel 1 und vergleichbaren Organisationen