Die Fotografie, als Mittel der bildlichen Ergreifung und Bewahrung des Wesentlichen
Absztrakt
Dank der so genannten Pflichtlektüren der Fotografie, so als der Werken der amerikanischen Kulturkritikerin Susan Sontag, des französischen Essayisten Roland Barthes und des deutschen Philosophen Walter Benjamin, breitete sich mein Interesse auf diesem Gebiet weiter aus. Nicht nur die Geschichte, Entwicklung, Verbreitung und die Ursachen ihrer Popularität beschäftigten mich, sondern auch das Wesen, vor allem das bildliches Wesen dieses Phänomens. So ging ich auch etwas mehr philosophisch über das Bild und die Bildlichkeit nachdenken, so wie über die veränderten Betrachtungsweisen von Bildern im Laufe der Bildgeschichte. Die Bildgeschichte und die bildliche Darstellung studierend interessierte mich auch die Frage, worin sich die Fotografie von den anderen Bildern unterscheidet – nicht nur technisch, sondern eher philosophisch betrachtet. Um auf diese Fragen mögliche Antworte zu finden, las ich einige Schriften von dem deutschen Kulturanthropologen Hans Belting, von dem französischen Philosophen Vilém Flusser, André Bazin und noch anderen, die sich mit Bildbegriffen beschäftigten. Aus ihren Werken ausgehend probierte ich eine allgemeine Theorie zu formulieren.